Kategorie Tagung / Konferenz
Titel Sakrale Schriftbilder. Zur ikonischen Präsenz des Geschriebenen im mittelalterlichen Kirchenraum
Termine Donnerstag, 20.01.2022
Samstag, 22.01.2022
Ort Institut für Europäische Kunstgeschichte
Dokumente
  • Sakrale_Schriftbilder_Call_for_Papers
  • Die Geschichts-, Kunst-, Bild- und Liturgiewissenschaften haben sich in den letzten Jahren ausgiebig mit den Formen und Voraussetzungen von Präsenz-Effekten (etwa in der Ausübung von Herrschaft) beschäftigt sowie die verschiedenen Mittel, Praktiken und Strategien visueller Inszenierung (Bilder, Gesten, Rituale) untersucht. Die Tagung "Sakrale Schriftbilder. Zur ikonischen Präsenz des Geschriebenen im mittelalterlichen Kirchenraum" wird an diese Forschungen anknüpfen und die genannten Fragen auf das Medium Schrift – ob gemalt, gemeißelt, geritzt, genäht oder geprägt – übertragen. Dabei wird es weniger um die Frage gehen, auf welche Weise etwa liturgische Bücher zur Lesung und Rezitation während der Messe dienten. Vielmehr soll nach der spezifischen Materialität, Ikonizität und Wirksamkeit – kurz: Präsenz – von Schriften im Messkontext gefragt werden: Welchen Anteil hatten die im Kirchenraum, insbesondere die am und auf dem Altar, vorhandenen Schriften an der Produktion von Präsenz und Suggestion von Sakralität? Wurde einzelnen Schriften und Büchern, vor allem der „Heiligen Schrift“ der Bibel, in ihren materialen Erscheinungen und Inszenierungen sakraler oder sakramentaler Charakter zugeschrieben? Lässt sich in diesem Zusammenhang gar von einer „sakramentalen Schriftpräsenz“ sprechen? Ziel der Tagung ist nicht zuletzt, die Tragweite und Grenzen dieser streitbaren Kategorie im interdisziplinären Gespräch zu diskutieren.

    Kontakt
    Teilprojekt A05 – schriftbilder@zegk.uni-heidelberg.de