K. Sieckmeyer © Uruk-Warka-Sammlung, DAI Orient-Abteilung
Sonderforschungsbereich
Materiale Textkulturen
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Aktuelles

Norm und Abweichung im frühen Buchdruck

An der Schwelle des Medienwechsels von handschriftlichen zu gedruckten Texten findet sich das Übergangsphänomen der Inkunabeldrucke: der ersten mit beweglichen Lettern erzeugten Druckwerke. Mit Normen und Abweichungen in diesen frühen Buchdrucken beschäftigte sich nun ein dreitägiger internationaler Workshop, der vom 29. September bis zum 1. Oktober 2021 an der Universität Heidelberg stattfand. Lesen Sie mehr.

Mittelalterliche Schätze digital präsentiert

Drei Schätze der mittelalterlichen Altarkunst digital präsentiert – wer sich für den berühmten Genter, den Wildunger oder auch den Zwölf-Boten-Altar interessiert, findet auf der Webseite www.retabel-entdecken.de anschaulich aufbereitet Informationen zu Ikonographie, historischem Kontext, Herkunft und Technik. Studierende der Kunstgeschichte hatten die Online-Ausstellung vergangenes Sommersemester im Rahmen eines Proseminars entwickelt. Angeleitet wurden sie dabei von der Heidelberger Mediävistin Lisa Horstmann (Teilprojekt A05). Lesen Sie mehr.

Streit um die Krone – Reingehört mit Matthias Kuhn

In seinem Podcast "Rosenkriege" entführt uns Matthias Kuhn, Mitarbeiter im Teilprojekt B10 des SFB, in die Welt der verworrenen englischen Beziehungsfeden zu Zeiten Richard des Dritten. Strategische Vermählungen sollten den Weg zum Thron Englands ebnen. Der Historiker erzählt von einer Familie, die die wechselhafte Geschichte der Rosenkriege im 15. Jahrhundert zunächst mitbestimmte und schließlich an der Nähe zu Macht und Herrschaft zugrunde ging. Es handelt sich um die Schicksale des Kingmakers Richard Neville, seiner Frau Anne Beauchamp und ihrer Nachkommen. Innerhalb von nur 30 Jahren wendete sich das Blatt für diese Familie mehrmals auf brutale und zynische Weise. Neugierig geworden? Dann hören Sie hier hinein.

Mittelaltertag 2021 goes digital

Am 17. Juli findet der diesjährige Mittelaltertag statt, an dem zahlreiche WissenschaftlerInnen des SFB beteiligt sind. Initiiert von der germanistischen Mediävistik im Jahr 2011 dient der Mittelaltertag als Begegnungsort zwischen Universität und Stadt. Zu dem diesjährigen Programm, das überwiegend digital stattfindet, gehören unter anderem ein Geocaching, Live-Gespräche, Podcasts und Videos. Schon jetzt sind viele Beiträge online abrufbar. Weitere Informationen finden Sie hier.

Passionierte Radfahrerin und Archäologin – ZDF-Feature über Polly Lohmann

"Per Rad in die Römerzeit" – unter diesem Titel hat das ZDF in seiner Sendereihe "sonntags" ein Feature über Polly Lohmann gezeigt. Die 34-jährige Archäologin ist Kuratorin der Antikensammlung der Universität Heidelberg und Mitglied des SFB 933. 2017 war sie mir dem Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts von Frankreich über Spanien, Marokko bis nach Tunesien geradelt, um antike Stätten zu besichtigen. Das Feature, das am 13. Juni online ging, ist in der ZDF-Mediathek abrufbar. Weiter Informationen finden Sie hier.

Mit tradierten Vorstellungen aufräumen – Im Gespräch mit Babett Edelmann-Singer

"Das klingt aber seltsam" – wenn Babett Edelmann-Singer über etwas stolpert, das ihr nicht schlüssig erscheint, springt ihre forscherische Neugierde an. Dann versucht sie, den Nebel zu lichten, der sich im Laufe der Jahrtausende über die Antike gelegt hat. Dabei nähert sie sich der vorchristlichen Wirklichkeit durch die Erforschung damaliger Objekte an. Denn Objekte sind mitnichten bloße Symbole menschlichen Handelns, wie sie erklärt. Vielmehr entfalten die Artefakte durch ihre besondere Beziehung zu Mensch und Umwelt eine eigene Wirkung und Sprache, die ihnen die Althistorikerin durch gründliche Analysen entlockt. Im Sommersemester 2021 forscht und lehrt sie als Gastprofessorin am SFB. Das vollständige Interview finden Sie hier.

Keiner kann sich der Wirkung von Typographie entziehen"

Für eine ungewöhnliche Kooperation haben sich im vergangenen Jahr der Heidelberger Sonderforschungsbereich 933 "Materiale Textkulturen" und die "Typo-Passage: Mikromuseum für Gestaltung von und mit Schrift" aus Wien zusammengetan: Die moderne Visualisierung von Forschungsaspekten mithilfe typographischer Mittel. Das erste Ergebnis in Form einer fünfteiligen Plakatserie ist nun in der Wiener Typo-Passage im MuseumsQuartier Wien / Q21 zu sehen. Ein Bericht über das Projekt finden Sie hier.

Themenfelder

Der SFB 933 organisiert seine interdisziplinäre Arbeit über Teilprojektgrenzen hinweg in Themenfeldern. Insgesamt beruhen sie auf der praxeologisch orientierten Artefaktanalyse, die auf der Untersuchung von Materialität, Topologie und Präsenz sowie der Rekonstruktion von Praxeographien aufbaut. Die Themenfelder liegen quer zu den Bereichen drei Bereichen A 'Sozialer Raum', B 'Soziale Felder' und C 'Reflexion (Metatexte)' und sind einerseits auf die Vergleichbarkeit verschiedener Zeiten und Räume hinsichtlich abgrenzbarer Felder sozialer Praxis gerichtet (kultisch-religiös, szientifisch-epistemisch, politisch-administrativ), andererseits dienen sie der thesenförmigen Verdichtung von Theorie und Methoden des SFB 933.

 

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Zielsetzung und Leitlinien

Der SFB 933 untersucht Dinge, auf denen etwas geschrieben steht: Säulen, Stelen, Portale, Grabsteine, Tontafeln, Tonscherben, Amulette, Rollen, Papyri, Pergamentcodices etc. Wie und unter welchen Bedingungen wurden diese hergestellt? In welchem räumlichen Arrangement befanden sie sich? Wer hatte Zugang zu ihnen? Was wurde mit ihnen gemacht bzw. welchen Handlungen wurden an ihnen vollzogen? Diese und andere Fragen stellen die beteiligten Forscherinnen und Forscher des SFB an die Artefakte.Weiterlesen

Publikationen

MTK-Reihe

Die MTK-Reihe „Materiale Textkulturen“ ist das Publikationsorgan des Sonderforschungsbereichs. In der Reihe erscheinen Sammelbände und Monographien, die sich den zentralen Forschungsschwerpunkten des SFB widmen, also die Materialität und Präsenz des Geschriebenen in non-typographischen Gesellschaften erforschen. Alle Bände sind frei zugänglich und können hier eingesehen werden.

5300 Jahre Schrift

Der im Verlag das Wunderhorn erschienene Band stellt in 50 Beiträgen 50 Schriftträger vor, die so verschieden sind wie ihre Herkunft und ihre Schreiber und Leser – darunter mesopotamische Steuerlisten in Keilschrift, römische Tempelinschriften, altägyptische Totenbücher oder auch Street Art und Hypertext. Die Webseite zum Buchfinden Sie hier.

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