K. Sieckmeyer © Uruk-Warka-Sammlung, DAI Orient-Abteilung
Sonderforschungsbereich
Materiale Textkulturen
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Aktuelles

Das Mysterium Vergangenheit – Im Gespräch mit Sebastian Watta

Schon mit 12 Jahren schaute sich Sebastian Watta auf eigene Faust Kirchen und Klöster an. Und während andere am Nachmittag in Sportverein oder Chor gingen, büffelte Sebastian als Teenager aus eigenem Antrieb fürs Graecum. Nach dem Studium der Christlichen Archäologie, Kunstgeschichte und Theologie erforscht der 41-Jährige heute sakrale Bauten der Spätantike. Im Zentrum stehen dabei Inschriften und die Frage, welche Wirkungen diese bei Zeitgenossen und Nachwelt entfalteten. Am SFB arbeitet Watta seit Anfang dieses Jahres als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Teilprojekt A01 UP2. Ein Interview mit dem Archäologen finden Sie hier.

Neuer MTK-Band erschienen

Mit Inschriften im öffentlichen Raum der römischen Städte Pompeji und Herculaneum beschäftigt sich der nun erschienene Band Nr. 33 der Reihe „Materiale Textkulturen“ des SFB. Unter dem Titel „Die Stadt als beschriebener Raum – Die Beispiele Pompeji und Herculaneum“ widmet sich die Juniorprofessorin Fanny Opdenhoff (ehemalige SFB-Mitarbeiterin und Doktorandin im Teilprojekt A01) in ihrer Dissertation insbesondere der Frage, wie Inschriften in damalige Praktiken sowie in den architektonischen und urbanen Raum eingebettet waren, um sie so als zeit- und raumspezifische Artefakte verständlich zu machen. Alle bisher erschienenen MTK-Bände sind auf den Webseiten des De Gruyter Verlags im open access abrufbar.

Grenzen in vormodernen Texten – ein Workshopbericht

Mit sichtbaren und unsichtbaren Textgrenzen beschäftigte sich der interdisziplinäre Workshop „Grenzen in vormodernen Texten“, zu dem der SFB in Kooperation mit dem Graduiertenkolleg „Dokument – Text – Edition“ der Bergischen Universität Wuppertal im November 2020 eingeladen hatte. Zu den Vortragenden zählten Mitglieder beider Forschungsverbünde, die in virtueller Runde ihre laufenden Forschungsprojekte präsentierten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Transatlantische Kooperation zur „Anthologia Palatina“

Mit 3.765 Epigrammen auf 614 Seiten ist sie die umfassendste Sammlung ihrer Art und damit von unschätzbarem Wert für die Wissenschaft: die Anthologia Palatina. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des SFB 933 „Materiale Textkulturen“ arbeiten an einer digitalen Teiledition des Werkes, die nicht nur Transkriptionen und Übersetzungen, sondern zusätzliche Hintergrundinformationen wie archäologische Befunde zu den Gedichten liefert. Eine überraschende Erweiterung erfuhr das Projekt in diesem Jahr, nachdem kanadische Wissenschaftler der Université de Montréal darauf aufmerksam geworden waren. Weitere Informationen finden Sie hier.

Ruf an die Universität Osnabrück – Dr. Stefan Ardeleanu übernimmt Professur „Archäologie der römischen Provinzen“

Dr. Stefan Ardeleanu ist zum 1. November auf die Juniorprofessur „Archäologie der römischen Provinzen“ am Historischen Seminar der Universität Osnabrück berufen worden und verlässt damit nach vier Jahren den Sonderforschungsbereich 933 „Materiale Textkulturen“. Hier hatte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Teilprojekt A01 UP2 zuletzt zu spätantiken Grabinschriften und Grabriten in den Nordwestprovinzen des Römischen Reiches geforscht. Weitere Informationen finden Sie hier.

NEUES TEILPROJEKT

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat den Nachantrag auf ein weiteres Teilprojekt am SFB 933 bewilligt. Es handelt sich um das kunsthistorische Teilprojekt A12 "Präsenz des Künstlers. Mittelalterliche Artefakte mit Künstlerinschriften", das von Prof. Dr. Rebecca Müller geleitet wird und Anfang Juli seine Arbeit aufgenommen hat. Weitere Informationen finden Sie hier.

Themenfelder

Der SFB 933 organisiert seine interdisziplinäre Arbeit über Teilprojektgrenzen hinweg in Themenfeldern. Insgesamt beruhen sie auf der praxeologisch orientierten Artefaktanalyse, die auf der Untersuchung von Materialität, Topologie und Präsenz sowie der Rekonstruktion von Praxeographien aufbaut. Die Themenfelder liegen quer zu den Bereichen drei Bereichen A 'Sozialer Raum', B 'Soziale Felder' und C 'Reflexion (Metatexte)' und sind einerseits auf die Vergleichbarkeit verschiedener Zeiten und Räume hinsichtlich abgrenzbarer Felder sozialer Praxis gerichtet (kultisch-religiös, szientifisch-epistemisch, politisch-administrativ), andererseits dienen sie der thesenförmigen Verdichtung von Theorie und Methoden des SFB 933.

 

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Zielsetzung und Leitlinien

Der SFB 933 untersucht Dinge, auf denen etwas geschrieben steht: Säulen, Stelen, Portale, Grabsteine, Tontafeln, Tonscherben, Amulette, Rollen, Papyri, Pergamentcodices etc. Wie und unter welchen Bedingungen wurden diese hergestellt? In welchem räumlichen Arrangement befanden sie sich? Wer hatte Zugang zu ihnen? Was wurde mit ihnen gemacht bzw. welchen Handlungen wurden an ihnen vollzogen? Diese und andere Fragen stellen die beteiligten Forscherinnen und Forscher des SFB an die Artefakte.Weiterlesen

Publikationen

MTK-Reihe

Die MTK-Reihe „Materiale Textkulturen“ ist das Publikationsorgan des Sonderforschungsbereichs. In der Reihe erscheinen Sammelbände und Monographien, die sich den zentralen Forschungsschwerpunkten des SFB widmen, also die Materialität und Präsenz des Geschriebenen in non-typographischen Gesellschaften erforschen. Alle Bände sind frei zugänglich und können hier eingesehen werden.

5300 Jahre Schrift

Der im Verlag das Wunderhorn erschienene Band stellt in 50 Beiträgen 50 Schriftträger vor, die so verschieden sind wie ihre Herkunft und ihre Schreiber und Leser – darunter mesopotamische Steuerlisten in Keilschrift, römische Tempelinschriften, altägyptische Totenbücher oder auch Street Art und Hypertext. Die Webseite zum Buchfinden Sie hier.

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